Eine Art Familie

Ausgewählt als einer der 20 besten Romane des Jahres: »Jo Lendle erzählt die Geschichte seiner Familie vom Kaiserreich bis in die BRD. Mit dabei: eine wunderbar unangepasste Frauenfigur namens Alma.« NDR Kultur

»Sehr lesenswert – Jo Lendle gelingt mit Detailwissen, Humor und philosophischer Reflexion eine wahrhafte Fiktion über eine ganze Epoche.« WDR 5

»Jo Lendle zeichnet das Porträt eines Mannes, seines Großonkels, als eines Menschen, der mich sich selbst haderte, und gerade in dieser Eigenschaft ein Schlaglicht wirft auf das vergangene Jahrhundert, in dem Haltung ein großes Gut gewesen ist.« WDR 3

»Es ist ein ganz eigenwilliger Roman. Lendles Sprache ist transparent, fließt, trägt einen mühelos vorwärts, ist dabei oft durchatmet von einem leisen, menschennahen Humor. Ein Roman über persönlich Menschliches, über Geschichte, Politik und Wissenschaft ohne jede akademische Schwere – eine Erzählung, die sich das Nachdenken über das Leben erlaubt. Wenn man das Buch zuschlägt, hat man es noch lange nicht zu Ende gelesen.« Münchener Merkur

»Was sie denn eigentlich seien, fragt Alma – sie, Ludwig und das Fräulein Gerner. Eine Art Familie, sagt Ludwig. Dass es dafür keine Verwandtschaft braucht, davon erzählt Jo Lendle. Von den vielen Arten, einander zu wärmen, sogar im eisigen Wind des über lange Zeit brutalen 20. Jahrhunderts. Von der ungeheuren Kraft, die Verbundenheit schafft. Von Schuld und Vergebung. Und von den Chancen, Verlockungen, aber auch den Fallgruben der Geschichte.« Welt am Sonntag

»Stark sind auch die Passagen, in denen Jo Lendle seine Protagonisten in einer existentiellen Stimmung von Verlorenheit und Einsamkeit zeigt, die ihm wohl selbst als emotionales Erbe seiner Familie nicht unbekannt sind.« BR 2, Diwan

»Ein wunderbar empfindsamer, elegant und lakonisch geschriebener Roman, dessen dezente Personenzeichnung viel Gedankenfreiheit lässt. Hier wird deutsche Geschichte par excellence verhandelt.« Die Rheinpfalz

»Nachdem Alma Grau am selben Tag beide Eltern verloren hatte, geriet sie in die Obhut Ludwig Lendles. Die Zugelaufene findet das und ihn schön, wird aber nicht schlau aus dem Patenonkel. Jo Lendle zerlegt die Biografie in Kapitel, die oft als erzählerische Kabinettstückchen bestehen. Auch darum macht es Spaß, sie zu lesen. Lendle kann Beobachtungen zu Pointen verdichten, mit denen er den sonderbar-seltsamen Charakter plausibel macht. Binnengeschichten fügen sich skurril und mit leisem Humor wie Perlen auf der Schnur zum Roman eines Lebens.« Freie Presse

»Wahrscheinlich braucht es ein gewisses Alter, um die Nähe aller Geschichte zu spüren und als gegenwärtig zu empfinden. In diesem Roman ist es gelungen. Seine Stärken liegen vor allem dort, woran Qualität von Literatur sich letztlich immer bemisst: In der Detailgenauigkeit und Klasse der Beschreibung.« Schwäbisches Tagblatt

»Ein schöner Roman über eine schwierige Familiengeschichte.« Kulturtipp, Schweiz

»Deutsche Geschichte. Lesenswert!« Historisches Sachbuch

»Eine gewitzte, bezaubernde Lektüre – mit genauer Sprache und überraschenden Bildern entwirft Lendle absolut glaubhafte, fesselnde Charaktere. Diese Geschichte berührt bedeutende philosophische Fragen, behandelt sie aber erstaunlich unbeschwert, mit skurriler Erzählkunst und raffinierter Sprache. In einer Zeit, da viele Menschen neu bestimmen, was es heißt, Familie zu sein, erinnert dieses Buch daran, dass manche das immer schon selbst rausfinden mussten.« New Books in German

»Meisterhaft die Anwendung des Stilmittels der Auslassung. Kein Wort zu viel, der Verzicht auf überflüssige Adjektive, Füllwörter und unnötige Wiederholungen. Alles in allem ein ungemein lesenswertes Buch, das uns epochale Wirklichkeiten in Politik, Wissenschaft wie im Alltagsleben nahebringt.« Schreibfertig